Zeitzeugenbegegnung mit ehemaligen Häftlingen des Arbeitserziehungslagers Langenzenn
Vom 18. bis zum 22. September 2010 kommen sechs ehemalige Häftlinge des NS-Arbeitserziehungslagers Langenzenn aus Polen und der Ukraine zu uns. In Kooperation mit der Stadt Langenzenn sowie engagierter Mitarbeiter/innen des "Arbeitskreises Lager Langenzenn" betreuen wir die Zeitzeugen und bieten ihnen ein viertägiges Programm. Neben Interviews mit Schüler/innen des Gymnasiums Langenzenn ist ein Versöhnungsgottesdienst geplant.
Ein Teil der Reisekosten wird von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" übernommen.

Foto: Der Auschwitz-Überlebende Franz Rosenbach besuchte im April 2010 den Ort, an dem das nationalsozialistische Lager in Langenzenn stand. 2009 brachte die Stadt Langenzenn einen Gedenkstein an.
Noch Plätze frei: Multiplikatorenfortbildung 2010/2011 sowie zweite Fachtagung 2011
Für die 12-tägige Multiplikatorenfortbildung, die am 15. Oktober 2010 in Obertrubach fortgesetzt wird, sind noch Plätze frei! Man kann sich auch zu einzelnen Modulen anmelden.
Modul 2: Vom RechtsRock bis zum Schlager - Rassistische und neonazistische Musik als Türöffner in die Jugendszene?
15. und 16. Oktober 2010, 10-18 Uhr, Bildungshaus Obertrubach (Oberfranken)
Der Zugang zur extremen Rechten erfolg heute in der Regel über die jugendkulturelle Szene des Spektrums, die geprägt ist von Musik, einem spezifischen Lifestyle und eigenen Events. Der Übergang zur organisierten extremen Rechten ist dabei fließend. Außenstehenden fällt es schwer, die Musik einzuordnen und/oder die Symbole zu deuten, mit denen dort hantiert wird. Hinzu kommt, dass die Musikveranstaltung gegenüber der Öffentlichkeit abgeschirmt und/oder im Verborgenen stattfinden, was eine Einschätzung auf anderer Ebene erschwert.
Die Veranstaltung möchte für das Problem sensibilisieren und aufzeigen, wie sich dieses Spektrum darstellt, welche Musik eine Rolle spielt, wie Zugänge zur Szene erfolgen und woran Entwicklungen, die in diese Richtung weisen, erkennbar werden und wie präventive und reaktive Handlungsstrategien aussehen können.
Leitung: Birgit Mair, Diplom-Sozialwirtin (Univ.), Rechtsextremismus-Expertin, ISFBB e.V.
Gastreferent: Martin Langebach, Soziologe (MA) und Dipl. Sozialpädagoge, Referent des Vereins „Argumente und Kultur gegen Rechts e.V.“ und Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Arbeitsschwerpunkt Jugendsoziologie, Parteiforschung, extreme Rechte. Unter dem Pseudonym Christian Dornbusch gab er zuletzt gemeinsam mit Fabian Virchow den Sammelband heraus: „88 Fragen und Antworten zur NPD. Weltanschauung, Strategie und Auftreten einer Rechtspartei – und was Demokraten dagegen tun können“ (2008) und publizierte mit Jan Raabe im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen die Studie "RechtsRock - Made in Thüringen" (2009).
Hier können Sie sich online zu Modul 2 sowie zu weiteren Modulen sowie der Fachtagung am 30.09.2011 in Nürnberg anmelden:
Hier gehts zur Online-Anmeldung
Telefonisch: 0911 54 055 934
Hinweis: Rechtsextremisten sind lt. § 6 (1) Versammlungsgesetz von allen Veranstaltungen ausgeschlossen.
Aufnahme in den Infoverteiler
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