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Bildung gegen Neonazismus und Rassismus für Jugendliche ab 14 Jahren aller Schultypen und Lehrkräfte/Erwachsene in den Jahren 2012 und 2013

Dauer Vorträge: 1,5 bis 2 Stunden
Dauer Workshops: 3-7 Stunden
Durchführung: Birgit Mair, Diplom-Sozialwirtin (Univ.), Buchautorin, Expertin in den Themenbereichen Neonazismus und Rassismus sowie Holocaust.

Modul 1: Neonazismus und Rassismus in Bayern (Franken) und Handlungsstrategien dagegen (Vortrag)

Anhand einer bilderreichen powerpoint-Präsentation wird die Entwicklung der extrem rechten Szene in Bayern dargestellt (Parteien, Kameradschaften, Strategien, Themenfelder). Anhand konkreter Beispiele wird der kompetente Umgang damit dargelegt. Je nach Veranstaltungsort wird auf regionale Besonderheiten eingegangen. Es können auch Fragen zum Thema NSU beantwortet werden.

Modul 2: Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden (Vortrag)

Siegfried Heilig (geb. 1934) wuchs in Magdeburg auf. Am 1. März 1943 sollten alle Sinti und Roma aus Magdeburg in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert werden. Dank der Courage der Großmutter entging die Familie nur knapp der Gestapo. Es gelang der Familie Heilig bis zur Befreiung durch die Amerikaner unbemerkt an verschiedenen Orten Brandenburgs zu überleben. Vater, Mutter, Siegfried und seine beiden Brüder konnten mit Hilfe anderer ihre Identität verbergen und blieben unbemerkt. Die mutige Oma wurde im September 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Auch Michael Heilig, der Onkel des Zeitzeugen, kam in Auschwitz um. Birgit Mair moderiert das Zeitzeugengespräch, bettet die Erzählungen des in Nürnberg lebenden Siegfried Heilig in den historischen Kontext ein und präsentiert Bilder und Dokumente der Familie aus der Vorkriegszeit.

Chaim Klemenz stammt aus einer jüdischen Familie und überlebte den Nationalsozialismus als Baby im Versteck. Er berichtet von seien Eindrücken in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und vom Leben als Jude in Franken. Birgit Mair moderiert das Zeitzeugengespräch, bettet die Erzählungen des in Erlangen lebenden Chaim Klemenz in den historischen Kontext ein und präsentiert zahlreiche Bilder aus der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Hinweis: Zeitzeugengespraeche mit Franz Rosenbach und Josef Jakubowicz sind leider nicht mehr möglich. Es ist aber moeglich, ein gefilmtes Zeitzeugengespraech mit Franz Rosenbach und Herrn Jakubowicz zu zeigen. Birgit Mair kann im Anschluss Fragen zu seinem Überleben der nationalsozialistischen Verfolgungen sowie zu ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit den Zeitzeugen beantworten.

Modul 3: Umgang mit rechten Parolen (Workshop)

In dem Kommunikationsseminar wird gelernt, wie auf rassistische, menschenfeindliche oder neonazistische Äußerungen im sozialen Umfeld (Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Allltag...) kompetent reagiert werden kann.

Modul 4: Wander-Ausstellungen

Modul 4 a: Ausstellung "Vom Arbeitsplatz abgeholt - als arbeitsscheu abgestempelt" über den Holocaust-Überlebenden Franz Rosenbach Informationen zur Ausstellung

Modul 4 b: Ausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" über den Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz Informationen zur Ausstellung

Modul 4 c: Ausstellung "Rechtsradikalismus in Bayern" des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftung Informationen zur Ausstellung


Modul 5: Tatort NSU Nürnberg (Führung)

Drei türkischstämmige Einzelhändler wurden in den Jahren von 2000 bis 2005 vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) in Nürnberg ermordet. Birgit Mair führt Sie zu den Tatorten zwischen Maffeiplatz und Langwasser Süd und berichtet sowohl über die Schicksale der Ermordeten sowie ihrer Familien als auch über die Ergebnisse der NSU-Untersuchungsausschüsse.

Modul 6: Alltagsrassismus (Workshop)

"Voll behindert! ... Bin ich schwul oder was? ... Das ist doch eine Zecke ... Dreckiger Zigeuner" - solche oder ähnliche Ressentiments gegen gesellschaftliche Randgruppen sind im Alltag zu hören. In dem Vortrag wird aufgezeigt, welche gesellschaftlichen Gruppen von wem abgewertet und ausgegrenzt werden. Mit Hilfe verschiedener Sensibilisierungs-Übungen wird herausgearbeitet, was jeder Einzelne gegen menschenfeindliche Abwertungen tun kann. Dieser Workshop ist bereits für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Modul 7: Antisemitismus gestern und heute (Vortrag)

In dem multimedialen Vortrag werden der historische Antijudaismus und Antisemitismus sowie aktuelle Formen des Antisemitismus in Deutschland beleuchtet. Je nach Veranstaltungsort wird auf regionale Besonderheiten eingegangen.

Modul 8: Hass gegen Sinti und Roma gestern und heute (Vortrag)

In dem multimedialen Vortrag werden historische Formen des Hasses gegen Sinti und Roma (abwertend Zigeuner genannt) dargestellt. Der Holocaust an den Sinti und Roma wird anhand biographischer Beispiele erläutert. Zudem wird auf die wieder erstarkende neonazistische Hetze gegen die Minderheit in Deutschland und anderen Ländern Europas eingegangen.

Preise:
Die Preise bemessen sich nach Dauer und Anfahrtsweg und verstehen sich zuzüglich Reisekosten ab Nürnberg.

Preisliste für das Jahr 2012:

Vortrag (Dauer: 1,5 bis 2 Stunden): 150-250 Euro
Workshop (Dauer: 3-7 Stunden) 250-500 Euro
Zeitzeugengespräch: (Dauer: 1,5-2 Stunden) 200-300 Euro
Ausstellung Rosenbach (Präsentationsdauer 4 Wochen): 500 Euro
Ausstellung Jakubowicz (Präsentationsdauer 4 Wochen): 500 Euro
Ausstellung Rechtsradikalismus: Kostenfrei (bis Februar 2013 leider bereits ausgebucht).

Bei geringerer Präsentationsdauer einer Ausstellung als vier Wochen verringert sich der Preis.

Über das Angebot hinaus gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein bieten Ihnen ein maßgeschneidertes Seminarprogramm an.

Kontakt

Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.
Adamstr. 37/RGB 90489 Nürnberg
Germany

Telefon: +49 (0) 911 / 54 055 934
Mobil: 0176 / 62 94 31 52
Ansprechpartnerin: Birgit Mair (Diplom-Sozialwirtin Univ.),

E-Mail: birgitmair@isfbb.de
 
Impressum: ISFBB e.V., Adamstraße 37, D-90489 Nürnberg, Tel. 0911-54055934, Fax 0911-54055935, info@isfbb.de